07 January 2006

"Climb Ev'ry Mountain"

In den 30er Jahren des 20.Jahrhunderts versuchte insbesondere der deutsche Bergsteiger Willy Merkl zunächst 1932 in einer deutsch-amerikanischen Himalaya-Expedition (DAH) den Gipfel zu erreichen, scheiterte jedoch. Beim nächsten großangelegten Versuch im Jahre 1934 starb der Expeditionsteilnehmer Alfred Drexel schon beim Aufbau der Lager an einem Lungenödem. Später kamen die deutschen Bergsteiger Willy Merkl als Expeditionsleiter, Willo Welzenbach und Uli Wieland sowie mehrere Sherpas am Südostgrat des Berges auf über 7000 m im Schneesturm ums Leben, was zur Folge hatte, dass der Nanga Parbat durch die von den Nationalsozialisten gleichgeschaltete Presse zum "Schicksalsberg der Deutschen" ausgerufen wurde.

Bis Ende der 30er Jahre war ein Großteil der Deutschen Himalaya-Bergsteigerelite dem Berg zum Opfer gefallen. Allein während der großen Expedition von 1937 wurden 16 Menschen (sieben deutsche Bergsteiger und neun Sherpas) unter einer Lawine begraben. Die folgende, vorsichtigere Expedition von 1938 erreichte nicht die Höhe von 1934, dafür wurden die Leichen von Willy Merkl und des Sherpas Gay-Lay gefunden. Letzterer war trotz der Möglichkeit abzusteigen bei seinem Sahib Merkl geblieben, was von der NS-Propaganda geschickt als heroische Opferbereitschaft bis in den Tod dargestellt wurde. Im Sommer 1939 erfolgte eine neuerliche deutsche Erkundungsexpedition zur Nordwest-Seite (Diamir-Flanke). Da während der Rückreise der Mannschaft der zweite Weltkrieg ausbrach, wurden die Teilnehmer (u.a. Peter Aufschnaiter und Heinrich Harrer) interniert. Das folgende Schicksal Harrers und Aufschnaiters wurde 1997 in dem Hollywood-Film "Sieben Jahre in Tibet" verfilmt.

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